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Schafstall
 

Schafstall

Kaum jemand, nicht mal alteingesessene in der Nachbarschaft wohnende Fürstenberger nahmen mehr Notiz von ihm, viele wußten gar nicht, dass es ihn überhaupt gab.

Völlig zugewuchert und verfallen, moderte der ehemalige Schafstall der Schlossanlage der Grafen von Westphalen am Wasserplatz vor sich hin. Solange, bis der Fürstenberger Carnevals Club auf die Idee kam, ausgerechnet dieses Gebäude zu sanieren und restaurieren und zur Heimstätte des FCC zu machen.

„ Das können nur Narren vorhaben " – diesen Spruch eines Fürstenberger Ortspolitikers hörten die Verantwortlichen des Vereins während der mehr als 4-jährigen Planungsphase des öfteren. Doch im Jahr 1992 war es soweit:

Mit großzügiger Unterstützung der NRW-Stiftung, des Landes NRW sowie des Amtes für Agrarordnung waren die Voraussetzungen für die Wiederherstellung des um 1780 im Zuge der Schloss-und Gutsneubauten errichteten Gebäudes geschaffen, ein langfristiger Nutzungsvertrag abgeschlossen und die Baumaßnahme konnte beginnen.Viele Arbeiten wurden in Eigenleistung erbracht, etliche Stunden wurde geschuftet, manches geplant und wieder verworfen. Die Belastungen nicht nur für den Vorstand und Elferrat, auch für viele freiwillige Helfer, ob Vereinsmitglied oder nicht, waren enorm und stellten den Verein auf eine harte Bewährungsprobe. Nicht nur einmal wurde auch die Frage laut, ob der Verein sich nach Fertigstellung ein solch großes Gebäude überhaupt leisten konnte, war hinsichtlich der Unterhaltung noch manche Unbekannte im Spiel.

Doch mit der Fertigstellung jedes Arbeitsabschnittes wuchs die Zuversicht und vor allen Dingen die Freude auf das, was im August 1995 dann vollbracht war:

Der massive Steinbau, der in den 70er Jahren seine Funktion und Nutzung verloren hatte, erstrahlte von außen in neuem Glanz und barg im Inneren die Voraussetzungen für eine Neunutzung als Kulturscheune, sowie Bau- und Lagerhalle für den Rosenmontagszug.

Mit einer feierlichen Einweihungszeremonie und einem Tag der offenen Tür im Beisein vieler Gäste, u.a. BWK-Präsident Walter Nelskamp, am 26./27. August 1995 wurde die Fertigstellung der Baumaßnahme gefeiert.Seitdem füllt der Verein das Gebäude wieder mit Leben. So finden neben der jährlichen Generalversammlung auch die Weiberfastnacht und der Karnevalsausklang am Veilchendienstag im „Großen Saal" sowie das Sommerfest im und um das Gebäude herum statt. Spätestens ab Anfang Januar werkeln im Wagenbauerteil bis zu 8 Gruppen an ihren Festwagen und haben die Möglichkeit, eine eigens eingerichtete Werkstatt zu nutzen.

Die Elferräte Franz-Johannes Günther und Rolf Fischer mit weiteren unermüdlichen Helfern sorgten in den ersten Jahren dafür, dass der Zustand des Gebäudes trotz intensiver Nutzung auf höchstem Niveau blieb.Diese Aufgabe haben inzwischen die Elferrats und Vorstandsmitglieder Peter Fischer, Matthias Stork und Heinrich Henneken übernommen. Für die Vermietung des Gebäudes ist der erste Vorsitzende Wolfgang Ebbers verantwortlich.

Weil in der Hochzeit der Bauphase für eine feierliche Grundsteinlegung keine Zeit war, wurde diese im August 1999 nachgeholt. Gleichzeitig wurde die vom Fürstenberger A. Hüwel entworfene Hinweistafel am Eingang des Gebäudes enthüllt.

Und mittlerweile kennen neben den Einheimischen auch viele Besucher Fürstenbergs und der Region den „ Alten Schafstall " am eigens karnevalistisch benannten Hexenweg am Wasserplatz in Fürstenberg.